Was ist ein Loadcell-Bremspedal?
Während bei einfachen Pedalen der Bremsweg gemessen wird, misst ein Loadcell-Bremspedal den Druck, den Du auf das Pedal ausübst.
Bei einer echten Fahrzeugbremse entscheidest Du ebenfalls nicht über die Bremswirkung anhand des Pedalwegs, sondern hauptsächlich über die Kraft, mit der Du das Pedal betätigst. Genau dieses Verhalten versucht ein Loadcell-Pedal nachzubilden.
Wie funktioniert das?
Im Bremspedal befindet sich eine sogenannte Loadcell (Kraftsensor). Dieser Sensor misst nicht, wie weit das Pedal bewegt wird, sondern wie stark Du dagegen drückst.
Beim MOZA CRP V1 wird die Pedalbewegung durch Federn und Elastomere simuliert. Mit zunehmendem Druck wird das Pedal deutlich härter, ähnlich wie bei einer echten Rennwagenbremse. Die Loadcell erfasst dabei die aufgebrachte Kraft und übermittelt diese an die Simulation.
Beispiel:
- 20 kg Pedaldruck = leichte Bremsung
- 50 kg Pedaldruck = starke Bremsung
- 80 kg Pedaldruck = maximale Bremskraft
Die tatsächlichen Werte lassen sich in der Software an die eigenen Vorlieben anpassen.
Warum ist das besser?
Der Mensch kann sich Druckkräfte deutlich besser merken als einen exakten Pedalweg. Deshalb lässt sich mit einem Loadcell-Pedal wesentlich konstanter bremsen.
Gerade beim Sim-Racing bringt das große Vorteile:
- Spätere Bremspunkte
- Konstantere Rundenzeiten
- Bessere Dosierung der Bremskraft
- Einfacheres Trail Braking
- Höhere Kontrolle in Zweikämpfen
Meine Erfahrung
Der Umstieg von einem normalen Potentiometer-Pedal auf ein Loadcell-Pedal fühlt sich zunächst ungewohnt an. Nach kurzer Eingewöhnung möchte man jedoch meist nicht mehr zurück.
Statt darauf zu achten, wie weit das Bremspedal gedrückt wird, entwickelt man ein Gefühl dafür, mit welcher Kraft man bremst. Das macht das Fahren nicht nur realistischer, sondern oft auch deutlich präziser.
Einstellung des Bremspedals
Ein großer Vorteil des MOZA CRP V1 ist die Möglichkeit, das Bremsgefühl an die eigenen Vorlieben anzupassen.
MOZA liefert dafür verschiedene Komponenten mit:
- 3 unterschiedlich harte Elastomer-Puffer (Gummipuffer) für das Loadcell-Modul
- 3 Federn mit unterschiedlicher Härte
Dadurch kannst Du selbst entscheiden, ob sich die Bremse eher weich und komfortabel oder eher hart und motorsportähnlich anfühlen soll.
Ich selbst verwende den mittleren Elastomer-Puffer in Kombination mit der harten roten Feder. Für mich ergibt sich daraus ein guter Kompromiss aus Pedalweg und Pedaldruck. Die Bremse bietet genügend Widerstand für eine präzise Dosierung, ist aber nicht so hart, dass längere Rennsessions unangenehm werden.
Natürlich ist auch das eine Frage des persönlichen Geschmacks. Fahrer, die ein möglichst realistisches GT3- oder Formel-Fahrzeuggefühl suchen, bevorzugen oft eine deutlich härtere Abstimmung. Andere kommen mit einer weicheren Einstellung besser zurecht. Deshalb lohnt es sich, die verschiedenen Kombinationen auszuprobieren und die für Dich passende Einstellung zu finden.
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