Rückblickend habe ich bei meinem Einstieg in iRacing einige Fehler gemacht. Mit dem Wissen von heute würde ich manche Entscheidungen anders treffen. Vielleicht helfen Dir meine Erfahrungen dabei, die gleichen Fehler zu vermeiden.
Käufe und Kaufentscheidungen
Zu Beginn wusste ich nicht, dass es bei iRacing während der regelmäßigen Updates (meist dienstags in Week 13) den sogenannten Demo Drive gibt. Während die Server zwar offline sind, kannst Du Dich trotzdem anmelden und alle verfügbaren Fahrzeuge testen. So merkst Du schnell, welche Autos Dir liegen und welche eher nicht.
Leider habe ich mich damals zu sehr auf Empfehlungen von YouTubern verlassen und dadurch den einen oder anderen Fehlkauf gemacht.
Mein Rat: Teste ein Fahrzeug zuerst und kaufe es erst danach. So stellst Du sicher, dass es wirklich zu Deinem Fahrstil passt.
So schnell wie möglich in die GT3-Klasse?
Vielleicht geht es Dir wie mir. Du bist Fan von GT3-Rennen, DTM oder der GT World Challenge und kannst es kaum erwarten, endlich GT3 in iRacing zu fahren.
Dafür benötigst Du allerdings mindestens die Lizenzklasse B.
Genau deshalb bin ich als Rookie sowie in Klasse D und C besonders vorsichtig gefahren, um möglichst schnell befördert zu werden. Im Nachhinein war das ein Fehler. Ich habe die unteren Klassen kaum genossen, bin selten echte Rennen gefahren und war hauptsächlich damit beschäftigt, keine Incident Points zu sammeln und jedem Zweikampf aus dem Weg zu gehen.
Dabei sind gerade diese Klassen perfekt, um wichtige Grundlagen zu lernen. Die Fahrzeuge fahren sich oft anspruchsvoller, reagieren stärker auf Über- und Untersteuern und verzeihen weniger Fehler. Außerdem lernst Du, andere Fahrer besser einzuschätzen und Zweikämpfe sauber auszutragen.
Statt jeden Kampf aufzugeben, lernst Du zu erkennen, wann Dein Gegner einen Fehler macht und wie Du darauf reagieren kannst, ohne selbst aus dem Rennen genommen zu werden.
Und glaub mir: Bei den Rookies sind Fahrer dabei, denen Du im echten Straßenverkehr lieber nicht begegnen möchtest.
Weniger von anderen beeinflussen lassen
Du kennst sie sicher auch: die vielen Videos von sogenannten Aliens oder Möchtegern-Aliens mit Titeln wie:
- „Mach dies oder jenes und Du wirst sofort schneller“
- „Die ultimativen Einstellungen für mehr Pace“
- „So musst Du Dein Setup einstellen“
Meine Meinung dazu: Kopiere nicht blind die Einstellungen anderer Fahrer.
Lerne stattdessen, welche Einstellung welchen Einfluss auf das Fahrzeug hat. Probiere Dinge aus, beobachte die Veränderungen und entwickle Schritt für Schritt ein Gefühl dafür, was für Dich funktioniert.
Das perfekte Setup ist nicht das Setup eines YouTubers oder Pro-Fahrers, sondern dasjenige, mit dem Du konstant und sicher schnell fahren kannst.
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